Tagesgeld / Tagesgeldkonto

Bei dem Tagesgeld handelt es sich um eine Form der Geldanlage, welche ähnlich wie ein Girokonto funktioniert, jedoch mit hohen Zinsen ausgestattet ist. Ein Tagesgeldkonto kann nicht für den regulären Zahlungsverkehr genutzt werden. Sie können von einem vorher festgelegten Konto (Referenzkonto) Einzahlungen vornehmen, ebenso können Sie nur auf dieses Konto das Guthaben des Tagesgeldkontos zurücküberweisen.

Ähnliches gilt für das Termin- oder Festgeld. Nur liegt der Unterschied in der täglichen Verfügbarkeit des Tagesgeldes. So ist es dem Anleger möglich, über sein Kapital, welches sich auf dem Tagesgeldkonto befindet, täglich zu verfügen. Im Gegensatz dazu muss der Anleger eines Festgeldes immer bis zum Ende der Laufzeit der Anlage warten, bis er über sein Kapital verfügen kann.

Die Folge dieser sehr hohen Flexibilität, die sich beim Tagesgeld ergibt, ist häufig eine schlechtere Verzinsung als beim Festgeld. Es gibt auch noch einen weiteren Unterschied zum Festgeld. Der liegt in der Möglichkeit der Variation der Zinsen.

Bei der Eröffnung eines Tagesgeldkontos wird natürlich ein bestimmter Zins vereinbart. Die Bank ist aber berechtigt, den Zins den aktuellen Gegebenheiten am Zinsmarkt entsprechend anzupassen.

Die Deutschen bunkern in jedem Jahr eine große Menge Kapital auf Konten, z. B. Girokonten, die entweder überhaupt keine Verzinsung oder nur einen sehr geringen Zins erhalten. Die Schätzungen dieses Kapitals belaufen sich auf etwa 150 Milliarden Euro. Auf diese Weise werden den Banken milliardenschwere Zinsgewinne regelrecht geschenkt.

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