Vielseitig einsetzbar: Tagesgeld für Mieter, Vermieter oder Freiberufler

Tagesgeld als Alternative zum SparbuchDas Tagesgeldkonto gilt als „modernes Sparbuch“ und wird von vielen Verbrauchern bereits eifrig genutzt, um Zinsen aus ihrem Ersparten herauszuholen.

Aber nicht jeder, dem ein Tagesgeldkonto Vorteile bringen könnte, hat bereits ein Konto für diesen Extra-Gewinn eingerichtet.

Neben dem klassischen Sparer ist das Tagesgeld auch für Mieter und Vermieter, Freiberufler oder Eigentümergemeinschaften interessant. Die wichtigsten Infos für diese Zielgruppe, lesen Sie im folgenden Artikel.

Tagesgeld ersetzt Mietkautionskonto

Das beste Beispiel ist das Thema Mietkaution zwischen Mieter und Vermieter. Die Kaution landet in den meisten Fällen immer noch auf einem Sparbuch mit Zinsen deutlich unter 0,20%. Dabei lohnt es sich, das Geld nicht auf einem Mietkautionssparbuch, sondern auf einem Tagesgeldkonto anzulegen – und zwar für Mieter wie Vermieter.

Denn wenn auf dem Tagesgeldkonto z.B. 1,00 % Zinsen gezahlt werden, auf dem Sparbuch aber nur 0,05 %, macht das pro Jahr bei 3.000 Euro Kaution einen Unterschied von 28,50 Euro aus, der sich über die Jahre zu einer stattlichen Summe addiert. Diese Zinsen kommen natürlich vor allem dem Mieter zugute, wenn die Kaution zurückgezahlt wird. Sie erhöht aber auch die Sicherheit des Vermieters, wenn dieser die Kaution bei Ende des Mietverhältnisses zurückhalten muss und auf einen kleinen Bonus Zugriff hat.

Um ein Tagesgeldkonto als Mietkautionskonto zu nutzen, ist ebenso wie beim Sparbuch eine Verpfändungserklärung notwendig, die von den Banken ausgestellt oder bestätigt wird. Sprechen Sie die Top-Anbieter aus dem Tagesgeld Vergleich direkt an, um eine Mietkaution auf einem entsprechenden Konto zu parken.

Für Rücklagen von Freiberuflern

Viele Freiberufler parken Geld auf einem Girokonto, um es für Steuervorauszahlungen oder Investitionen verfügbar zu halten. Anlagen mit langen Laufzeiten sind genau aus diesem Grund unpraktisch, weil das Geld nicht mehr kurzfristig verfügbar ist. Ein Tagesgeldkonto hingegen bietet diese tägliche Verfügbarkeit. Allerdings sind für eine spitzen Rendite auch Flexibilität und die Bereitschaft erforderlich, auch einmal zu einer anderen Bank zu wechseln.

Das Tagesgeldkonto sollte zudem als privates Konto geführt werden, nicht als geschäftliches Konto. Denn nur als Privatkonto kommt die Abgeltungssteuer zur Anwendung, bei Geschäftskonten zählen die Zinsen als Betriebseinnahmen, die zusammen mit dem übrigen Gewinn voll besteuert werden. Zudem sind die Konditionen für private Tagesgelder in aller Regel besser als die für geschäftliche Konten.

Zinsen für Eigentümergemeinschaften

Häufig verfügen Eigentümergemeinschaften über größere Geldbestände, die sicher angelegt und schnell verfügbar sein müssen, wenn größere Zahlungen (z. B. für Reparaturen) anstehen. Wie und wo das Geld angelegt wird, bestimmt die Eigentümergemeinschaft selbst – auch die Anlage auf einem Tagesgeldkonto ist grundsätzlich möglich.

Und hier kann selbst eine Anlage auf einem nur mittelmäßig verzinsten Tagesgeldkonto deutliche Vorteile bringen: Wird statt „nur“ 0,05 % immerhin 1,00 % mit dem Tagesgeld erzielt, macht das bei 50.000 Euro Rücklage Jahr für Jahr einen Unterschied von 475 Euro aus – Geld, das für Reparaturen und andere Ausgaben zusätzlich zur Verfügung steht. Sprechen Sie Tagesgeld-Anbieter an, um die Rücklage dort zu besseren Konditionen als bisher zu parken.

Als Sparbuch Alternative für Eltern und Großeltern

Noch immer gibt es in Deutschland Millionen von Sparbüchern, auf denen Erspartes faktisch schrumpft, weil kaum Zinsen gezahlt werden und die Inflation zu hoch ist. „Mitschuldig“ daran sind oft Eltern und Großeltern, die für den Nachwuchs Geld zur Seite legen und von der Hausbank lediglich ein Sparbuch als Anlagemöglichkeit vorgeschlagen bekommen.

Dabei lohnt sich gerade bei einer Spardauer von vielen Jahren der Blick auf die Zinsen: Sparen Sie über 15 Jahre nur 20 Euro monatlich auf einem Sparbuch mit 0,05 % Zinsen, fließen lediglich 13,61 Euro Zinsen. Bei einem Tagesgeldkonto mit 1,00 % Zinsen ist die Rendite, die in dem Zeitraum ausgezahlt wird, dagegen mehr als 20-mal so hoch: 284,18 Euro.

 

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