Tagesgeld auch in Krisenzeiten weiterhin attraktiv
Seit Jahresbeginn ist im Bereich der Tagesgeldkonten ein klarer Trend zu erkennen: Die Zinsen für die täglich verfügbare Tagesgeldanlage sind stark gefallen, ein Ende der Zinssenkungen lässt sich auch von Experten nur schwer prognostizieren. Obwohl die Zinsen nicht mehr an das Niveau von vor 6-8 Monaten heranreichen, ist das Tagesgeld weiterhin beliebt und attraktiv.
Für April 2009 gab das statistische Bundesamt die Jahresteuerung in der Eurozone mit 0,60% an. Im April 2008 fiel dieser Wert mit 3,30% noch deutlich größer aus. Was bedeuteten diese Zahlen für das Tagesgeld?
Im April 2008 lag die Inflation bei 3,30%, die Zinsen für das Tagesgeldkonto stiegen bis zum Oktober 2008 sehr stark auf 5-6% an. Wird die damalige Inflation dem Tagesgeldzins gegengerechnet, so ergibt sich ein Plus von rund 2%. Vergleicht man die aktuelle Zinssätze von durchschnittlich 2,00-3,00% und rechnet die heutige Inflation dagegen, ist das Tagesgeld nicht weniger attraktiv als vor einigen Monaten – Zinssätze von 5% und mehr lassen sich für Banken jedoch einfacher vermarkten und sorgen beim Kunden für größeren Zuspruch als eine 2 oder 3 vor dem Komma.
Als Alternative zum Tagesgeld bzw. als sichere Geldanlage findet das Gold zunehmend große Beliebtheit. In Tageszeitungen werben Goldkäufer mit Anzeigen und versuchen über diesen Weg an den beliebten Rohstoff zu gelangen. Gerhard Spannbauer, Autor des Buches „Finanzcrash – Die umfassendes Krisenvorsorge“, rät einerseits auf Gold und Silber zu setzen, andererseits rät er vom „Papiergeld“, wie beispielsweise Lebensversicherungen, Bausparverträge oder Bundesschatzbriefe ab. Das Tagesgeld hingegen betrachtet er in einem kürzlich durchgeführten Interview als positiv: „Man will und soll erstens ja nicht alles Geld unter dem Kopfkissen lassen oder nur in Gold und Silber investieren. Deshalb ist ein Teil auf täglich verfügbaren Tagesgeldkonten bei Banken im Einlagensicherungsfonds gut aufgehoben“. Das gesamte Krisenvorsorge Interview finden Sie auf den Seiten von Optimal-Banking.de.
Insgesamt sollten Sie als Anleger die Märkte und Konditionen im Auge behalten. Ein kompletter Strategiewechsel bei der Geldanlage oder von einer Investition ausschließlich in Gold und Silber ist jedoch abzuraten, wie immer gilt: Überstürzen Sie keine Entscheidungen bei Geldfragen und lassen Sie sich von „Panikmachern“ auch in wirtschaftlich schlechteren Zeiten nicht verwirren.
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