Prolongation

Im Zusammenhang mit Termingeld bzw. Festgeld versteht man unter Prolongation die Wiederanlage oder auch die Verlängerung der Anlage am Ende der Laufzeit. Der Begriff Prolongation leitet sich von dem lateinischen „prolungare“ ab. Dieses lateinische Wort bedeutet übersetzt „verlängern“. Im Alltag des Bankwesens gibt es zwei verschiedene Arten der Prolongation. Die eine Verlängerung bedarf der Bestätigung seitens des Kundens, die andere Prolongation geschieht automatisch.

Liegt bei einem Fest- bzw. Termingeld eine vom Kunden zu bestätigende Prolongation vor, informiert das jeweilige Kreditinstitut den Kunden rechtzeitig vor dem Ende der Anlagezeit, die vereinbart wurde. Gleichzeitig verlangt sie für die Wiederanlage des Geldes eine Bestätigung. Sollte der Kunde nicht bestätigen, zahlt die Bank den Anlagebetrag und die Zinsen, die erwirtschaftet wurden, auf das dazugehörige Referenzkonto aus.

Im Gegensatz dazu wird bei der automatischen Prolongation am Ende der Laufzeit der ursprüngliche Anlagebetrag sowie die Zinsen, die während der Laufzeit erwirtschaftet wurden, ohne weitere Bestätigung zu denselben Konditionen wieder angelegt. Gab es eine Veränderung beim Zinssatz, dies kann sowohl eine Erhöhung des Zinssatzes, als auch eine Senkung beinhalten, gilt natürlich der aktuelle Zinssatz. Wünscht der Kunde keine Wiederanlage, muss er dies meist spätestens 14 Tage vorher seiner Bank mitteilen. Es erfolgt dann eine Auszahlung von Anlagebetrag und erwirtschafteter Zinsen auf sein Referenzkonto.

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