Geldmarktfonds

Im Bereich der Investmentfonds kann der Anleger neben Rentenfonds, Immobilienfonds oder Aktienfonds auch die Geldmarktfonds als Anlagealternative wählen. Es handelt sich dabei um Investmentfonds, die in kurzfristige Finanzprodukte investieren. Dazu gehören z.B. Tages- und Termingelder, Schatzwechsel und Anleihen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Auch in Schuldscheindarlehen oder kurzfristige Bankguthaben investieren die Geldmarktfonds das Kapital der Anleger. Grundsätzlich gelten Geldmarktfonds als sehr sichere und im Bereich der kurzfristigen Geldanlagen auch als relativ rentable Investments. Die hohe Sicherheit ist zum einen dadurch gegeben, dass Geldmarktfonds als Fonds an sich kein Emittentenrisiko besitzen, und zum anderen dadurch, dass die Fonds ihrerseits nur in relativ sichere Geldanlagen investieren. Neben Sicherheit und Rendite zählt die große Flexibilität und jederzeitige Verfügbarkeit der Geldmarktfonds zu den großen Vorteilen. Nicht zuletzt aufgrund dieser positiven Eigenschaften werden die Geldmarktfonds immer häufiger genutzt. Als einziger Nachteil von Geldmarktfonds kann im Grunde nur die Tatsache genannt werden, dass die Rendite zumindest momentan unter der durchschnittlichen Rendite von Tagesgeldern liegt und zudem natürlich in Form des Ausgabeaufschlages oder der Vertriebsprovision auch Kosten für den Anleger anfallen.

Grundsätzlich gibt es verschiedene Arten von Geldmarktfonds, nämlich die reinen Geldmarktfonds (diese investieren 100 Prozent ihres Kapitals in kurzfristige Bankguthaben und reine Geldmarkttitel), die Cash-Fonds (Unterart der reinen Geldmarktfonds, die zu mindestens 75 Prozent investiert sind), geldmarktnahe Fonds (hier werden bis zu 49 Prozent in Geldmarkttitel angelegt, der Rest in in kurzlaufende Anleihen) und die synthetischen Geldmarktfonds. Diese investieren auch in langlaufende Rentenpapiere und zudem in kurzlaufende Geldmarkttitel. Geldmarktfonds werden oftmals in einem Atemzug mit der Anlage in Tagesgeldkonten genannt. Und tatsächlich haben diese Produkte auch einige Gemeinsamkeiten. Sowohl bei den Geldmarktfonds als auch bei den Tagesgeldkonten handelt es sich um sichere Produkte, die im kurzfristigen Anlagebereich eine recht gute Rendite aufweisen. Zudem sind beide Anlagen jederzeit verfügbar und weisen zudem eine sehr große Flexibilität auf. Sowohl Tagesgelder (bei deutschen Banken) als auch Geldmarktfonds besitzen für den Kunden kein Emittentenrisiko. Ein Unterschied zwischen Tagesgeldkonten und Geldmarktfonds besteht in den Gebühren. Diese muss der Anleger beim Geldmarktfonds zahlen (Ausgabeaufschlag etc.), beim Tagesgeld entstehen keine Kosten. Zudem bietet das Tagesgeld vor allem für Neukunden in Form von Zins-Sonderkonditionen oftmals eine deutlich höhere Rendite wie der Geldmarktfonds, man muss hier allerdings genau diese „Sonderangebote“ finden.