Geldanlage-Vergleich Teil 4: Sparbuch im Test gegen Tagesgeld

Wenn Alternativen zum Tagesgeld auf dem Prüfstand stehen, darf natürlich auch das Sparbuch nicht fehlen. Denn noch immer gelten Sparbücher als DER Hort der sicheren Geldanlage, da vor allem ältere Generationen jahrelang darauf gesetzt haben. Allerdings gibt es heute kaum noch Sparbücher, deren Zinsen auch nur im Entferntesten mit denen der Tagesgeldkonten mithalten können.

Grundsätzlich gilt für Sparbücher natürlich: Ebenso wie für andere Spareinlagen wirken auch beim Sparbuch umfangreiche Sicherungsmechanismen und Entschädigungsregelungen im Falle einer Insolvenz des entsprechenden Finanzdienstleisters. Diese Garantie der Einlagensicherung gilt deshalb auch für Sparbücher.

Fehlende Flexibilität beim Sparbuch

Im Gegensatz zu Tagesgeldkonten können Sparbücher bei der Nutzerfreundlichkeit heute nicht mehr mithalten. Sparbücher gelten grundsätzlich zwar als ähnlich flexibel wie Tagesgeldkonten, jedoch im Regelfall nur mit dem persönlichen Gang zum Schalter Ihrer Filiale. Dagegen lässt sich ein Tagesgeldkonto flexibel im Internet verwalten. Mit nur einem Klick transferieren Sie Guthaben zurück auf das Girokonto, wo Sie sofort darüber verfügen können.

Auch andere Beschränkungen gelten meistens nur für Sparbücher, zum Beispiel eine Begrenzung der verfügbaren Gesamtsumme pro Monat (in der Regel 2.000 Euro) oder die Anzahl der möglichen Abhebungen.

Rendite tendiert gegen Null

Vor allem sind Sparbücher aber aus Renditegesichtspunkten keine echte Konkurrenz zum Tagesgeld. Denn während die Rendite dort im Durchschnitt bei 2,00 – 3,00 % Zinsen liegt, gibt es auf den meisten Sparbüchern deutlich weniger als 1,00 % oder noch geringere Zinsen – Die Außnahme stellen “moderne Sparbücher” wie z.B. von der BMW Bank angeboten dar. Wenn man die Inflation bedenkt, verliert das Ersparte damit über die Jahre auf dem Sparbuch sogar an Wert. Anleger verzichten aufgrund der deutlich geringeren Zinsen schon bei kleineren Anlagesummen schnell auf 100 Euro und mehr im Jahr.

Kein Wunder also, das das altmodische Sparbuch ohne echten Mehrwert zunehmend an Attraktivität verliert. Wenigstens drücken bei den Sparbüchern jedoch im Gegensatz zu Fonds klassischerweise keine zusätzlichen Kosten für Eröffnung oder Kontoführung die Rendte.

Das Fazit: Sparbücher haben ausgedient

Sparbücher sind keine echte Option für Sparer auf der Suche nach der richtigen Anlage. Erster Grund dafür ist ganz klar die schlechte Rendite. Warum sollten Sie schließlich auf eine wenig lukrative Alternative zurückgreifen, wenn Sie ihr Geld rentabel parken wollen. Zum anderen ist das Sparbuch nicht an unsere modernen Bedürfnisse nach Flexibilität angepasst. In Sachen Finanzmanagement wirkt es daher unpraktisch. Wer mehr aus seinem Geld machen will, sollte das Sparbuch deshalb meiden. Wenn auch Sie wie zahlreiche Deutsche noch zu den Anlegern gehören, deren Geld auf alten Sparbüchern aus Kindertagen verstaubt, sollten sie zudem jetzt einen Wechsel zu einer renditestärkeren Anlage in Erwägung ziehen.

 

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