Festgeld oder Tagesgeld? Ein Vergleich der sich lohnt!

21. August 2008 – 17:27

Wachstum mit Tagesgeld oder FestgeldkontenAuf der Suche nach Alternativen Geldanlagen stoßen Verbraucher nach dem Tagesgeldkonto immer wieder auf Festgeldkonten bzw. Festzinsanlagen. Die Vorteile vom Tagesgeld sind denkbar einfach: Tägliche Verfügbarkeit des Guthabens, ein relativ hoher Zinssatz sowie ein extrem geringes Risiko und in der Regel keine Kosten für die Kontoeröffnung oder Kontoführung. Doch wie sieht es beim Festgeld aus?

Einen Nachteil des Tagesgeldkontos macht sich die Festgeld Anlage zum Vorteil: Die Zinsen können während der gesamten Laufzeit nicht variieren. Eröffnen Sie beispielsweise heute ein Festgeldkonto mit einem Zinssatz von 5,00 Prozent und einer Laufzeit von 12 Monaten, so gilt dieser Zinssatz für vom ersten bis zum letzten Tag der Anlagedauer.

Beim Tagesgeldkonto hingegen können die Banken den Zinssatz jederzeit senken. Natürlich kann dieser Vorteil auch zum Nachteil umschlagen. Schließen Sie z.B. ein Festgeldkonto zu einem Zeitpunkt ab, zudem die Zinsen niedrig sind, so kann es Ihnen im schlechtesten Fall passieren, dass Sie wenige Monate später beim Tagesgeld deutlich höhere Zinserträge hätten einfahren können. Fest steht: Das Festgeldkonto unterliegt im Vergleich zum Tagesgeldkonto keinen Zinsschwankungen, sowohl im positiven als auch negativen Sinne.

Stichwort Mindesteinlage – Ein Pluspunkt für das Tagesgeld

Anders sieht es im Bereich Mindesteinlage aus. Vergleicht man unter diesem Gesichtspunkt die beiden Geldanlagen, hat das Tagesgeld deutliche Vorzüge. Entscheiden Sie sich für ein Tagesgeld Angebot, so erhalten Sie die Zinsen in den meisten Fällen bereits ab dem ersten Euro, eine Mindesteinlage gibt es bei den wenigsten Konten. Beim Festgeld ist der umgekehrte Fall die Regel. Hier sind Mindesteinlagen von 2.500, 5.000 oder 10.000 Euro üblich, aus Sicht der Banken, welche Planungssicherheiten haben wollen, sicherlich nachzuvollziehen. Einer Maximaleinlage unterliegen sowohl den meisten Tagesgeld- als auch Festgeldkonten, hier liegen die Finanzanlagen auf Augenhöhe.

So gut wie alle Banken, welche über ein Tagesgeldprodukt verfügen, bieten Ihnen als Alternative ein Festgeldkonto an. Genau wie das Tagesgeld, sollte das Festgeld frei von Gebühren für die Kontoeröffnung oder Kontoführung sein – dies trifft in den meisten Fällen auch zu.

Festgeld kann sich durchaus rechnen…

Als Fazit lässt sich festhalten, dass sich das Festgeld durchaus als Alternative zum Tagesgeld eignet. Vorausgesetzt, Sie können über einen längeren Zeitraum auf eine festgeschriebene Summe verzichten. Hierfür sichern Sie sich einen Zins, welcher für die gesamte Laufzeit Gültigkeit besitzt und Ihnen somit Planungssicherheit garantiert. Können Sie nicht einschätzen, ob Sie für einen Zeitraum von wenigen Monaten bis hin zu mehreren Jahren auf eine bestimmte Geldsumme verzichten können, so empfehlen wir Ihnen das Tagesgeldkonto weiterhin als kurz- bzw. mittelfristige Geldanlage.