Die Flut der Werbung: Auch den Tagesgeld Markt hat es erreicht

28. August 2008 – 14:00

Bislang konnten Werbespots aus den Bereichen Heim- & Baumärkte oder Multimedia & Elektronik, insbesondere durch Firmen wie OBI, Praktiker, MediaMarkt oder Saturn, mit mehr oder weniger gelungenen Werbungen von sich Reden machen. In den letzten Wochen und Monaten ist dieser Trend zunehmend im Bankenbereich, speziell unter den Direktbanken, zu erkennen. Egal ob es sich hierbei um die Werbung der Comdirect, der Norisbank oder der isländischen Kaupthing Bank handelt, allesamt werben mit hohen Zinsen und versprechen dem Kunden bis zu 5,65 Prozent p.a.

Grundsätzlich ist ein solcher Konkurrenzkampf nur zu begrüßen, in der Regel profitieren Sie als Verbraucher hiervon am meisten. Aggressiver als je zuvor wird das Tagesgeld in den Medien beworben, egal ob TV-, Radio-, Print- oder Internetwerbung, im Mittelpunkt der Botschaften stehen stets die Zinssätze der Tagesgeldkonten.


Werbung durch Banken an sich ist nichts Neues. Relativ neu hingegen ist das bewerben einer speziellen Geldanlage, hier das Tagesgeld, von mehreren Banken zugleich. Besonders häufig haben es Verbraucher mit der Werbung zum Tagesgeld PLUS der Comdirect, des TOP-3 Zinskontos der Norisbank oder dem Extra Konto der ING DiBa, zu tun. Ebenfalls ist ein vermehrtes Auftreten der DAB Bank und der DKB zu beobachten. Die Marketingabteilungen oder externen Dienstleister der Banken stellen hierbei den Zinssatz des Tagesgeldkontos besonders in den Vordergrund. Bislang war es auf diesem Terrain eher üblich mit Imagekampagnen auf das Angebot der jeweiligen Bank hinzuweisen. Sehr erfolgreich hierbei waren sicherlich die Sparkassen, mit dem bekannten Spießer-Werbespot.

Wie in der Werbung üblich, soll dem Konsumenten ein Produkt schmackhaft gemacht werden und zum Kauf bzw. in diesem Fall zur Eröffnung eines Tagesgeldkontos führen. Die aktuelle Wirtschaftslage, im Zusammenhang mit der amerikanischen Immobilienkriese, machen die Privatkunden für die Banken wieder sehr interessant. Trotz hoher Zinsen von 5,00% und mehr, welche bei vielen Tagesgeld Produkten gezahlt werden, ist dieser Zins für die Banken noch immer günstiger, als sich auf dem Interbankenmarkt mit frischem Kapital zu versorgen. Dies ist einer der Hauptgründe, weshalb Banken derzeit vermehrt auf Tagesgeldkonten aufmerksam machen und um das Vermögen der Privatkunden buhlen.

Einleitend haben wir es bereits erwähnt: Für den Kunden ist der Konkurrenzkampf durchaus positiv anzusehen. Immer seltener vertrauen die Bürger den Angeboten ihrer Bank blind, der kritische Kunde ist bereits seit längerem geboren. Um sich gegen konkurrierende Angebote durchzusetzen, muss das Finanzprodukt überzeugen können. Einer der wichtigsten Aspekte hierbei ist die Höhe des Zinssatzes sowie die Häufigkeit der Zinsgutschrift auf dem Tagesgeldkonto. Achten Sie auch auf das Kleingedruckte, in den meisten Fällen unterliegen die angepriesenen Zinssätze einer Maximaleinlage von z.B. 30.000 Euro oder sind zeitlich begrenzt gültig.

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